Die Größe des Universums - Probleme der Entfernungsbestimmung


Dienstag, 11. März 2014, 20:00

Prof. Dr. Wolfram Winnenburg, Universitätssternwarte Siegen

In einem zeitlich unveränderlichen Weltall lassen sich Entfernungen diverser Objekte  mittels der bekannten Messmethoden bestimmen und selbst kosmologische Distanzen problemlos und eindeutig in Lichtzeiten angeben. In einem expandierenden Universum  driften  kosmologische Objekte  mit und daher sind ihre Entfernungen zeitlich nicht konstant.

Wegen der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit braucht die emittierte Strahlung eines Objekts eine gewisse Zeit, um zu uns zu gelangen. Wir müssen daher zwischen der „Emissionsentfernung“ (zur Zeit der Emission des Lichtes)und der „Ankunftsentfernung“ (heute – zur Zeit der Ankunft des Signals) sauber unterscheiden.  Simultanentfernungen sind  daher in einem expandierenden Universum prinzipiell nicht beobachtbar. Die gängige Vorstellung über Entfernungen - ohne Berücksichtigung der Expansionsrate – ist daher zumindest auf großen Skalen grob falsch.

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Veranstaltungsort: Sternwarte Solingen

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