Nur gewürfelt oder genau berechnet – Wie sicher ist unser physikalisches Wissen?


Dienstag, 02. Dezember 2014, 20:00

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Rhode, Technische Universität Dortmund

„Hohe Präzision“ erwarten wir von allen technischen Geräten, von denen wir umgeben sind. Demnach müssten doch auch die physikalischen Theorien, die zur Konstruktion dieser Geräte genutzt werden, sehr genau sein? Die Relativitätstheorie macht jedenfalls sehr genaue Vorhersagen, die z.B. für unsere GPS-Orientierung unerlässlich sind. Andererseits basiert die moderne Quantentheorie, mit der viele mikrophysikalische Prozesse beschrieben werden, auf der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten. Wenn mit elektronischen Methoden gemessen wird, spielt der Begriff der „Wahrscheinlichkeit“ ebenfalls eine große Rolle und selbst Vorhersagen von Theorien, z.B. in der Astro-Teilchenphysik, werden heute mit Monte Carlo Methoden ausgewürfelt, die nicht nur dem Namen nach an ein Spielkasino erinnern.
Welche Rolle spielt also die Wahrscheinlichkeit in der modernen Physik? Im Vortrag wird der Begriff der Wahrscheinlichkeit in der Physik aus der Perspektive von Geschichte, Philosophie, aber auch der Informatik - als Wissenschaft vom Umgang mit unsicheren Informationen - beleuchtet. Wolfgang Rhode ist nicht nur Astro-Teilchenphysiker, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit den philosophischen Fragen, die sich aus der modernen Physik ergeben.

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Veranstaltungsort: Sternwarte Solingen

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