Deutsche Beiträge zur bemannten Raumfahrt - Ein Überblick


Der erste deutsche Kosmonaut berichtet...

Dr. Sigmund Jähn

Dienstag, 29. März 2011, 19:30

Gemeinsam mit dem Gymnasium Vogelsang

Dr. Sigmund Jähn, Strausberg

Am 12. April 2011 ist der erste Raumflug eines Menschen genau 50 Jahre her, der Russe Juri Gagarin umrundete damals einmal die Erde. Dieses Jubiläum ist Anlass für einen spannenden Vortrag aus wirklich erster Hand über die bemannte Raumfahrt aus deutsch-russischer Sicht.
In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts legte Hermann Oberth in Deutschland mit seinem Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“ die theoretischen Grundlagen zum Bau von Flüssigkeitsraketen und zur praktischen Raumfahrt. Wernher von Braun, der sich gern als Schüler Oberths bezeichnete, schuf in den 30er und 40er Jahren mit dem Geld der Militärs das leistungsfähige Triebwerk A-4, das als V-2 im zweiten Weltkrieg als Waffe eingesetzt wurde. Die Siegermächte übernahmen nach dem 2. Weltrieg diese Grundlagen und entwickelten sie im Interesse des Transportes der entstandenen  Atomwaffen weiter.
Deutschland hatte zunächst keinen Zugang zum Weltraum, wurde aber in den 60er Jahren im Rahmen der jeweiligen Koalitionen in Forschungsarbeiten einbezogen. (ESA bzw. Programm INTERKOSMOS) Für die DDR konnte der Referent im Rahmen des Programms INTERKOSMOS im Jahre 1978 als Forschungskosmonaut zur Raumstation SALUT-6 fliegen. 1983 flog erstmals ein Bürger der Bundesrepublik mit dem Space-Shuttle. Im gegenwärtigen internationalen bemannten Raumfahrtprogramm „Internationale Raumstation (ILS)“ ist Deutschland im Rahmen der Europäischen Weltraumagentur ESA ein wichtiger Partner. Die Zukunft der bemannten Raumfahrt scheint gegenwärtig nicht klar umrissen und trägt wieder stärker nationale Züge.
 

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Veranstaltungsort: Gymnasium Vogelsang, Solingen

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