Prof. Dr. Metin Tolan


Prof. Dr. Metin Tolan
Prof. Dr. Metin Tolan

Technische Universität Dortmund


Metin Tolan wurde 1965 in Norddeutschland als Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters geboren. Von 1984 bis 1989 studierte er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Physik und Mathematik. Im Jahr 1993 schloss er dort seine Promotion im Bereich Röntgenstreuung ab. Es folgten Forschungsaufenthalte in den USA, bevor er 1998 an der CAU Kiel habilitierte. Im Jahr 2001 übernahm er den Lehrstuhl „Experimentelle Physik I“ an der Technischen Universität Dortmund .

Forschung

Mithilfe von Röntgenstrahlung erforscht er das Verhalten von Grenzflächen so genannter „weicher Materie“, wie zum Beispiel von Polymeren, Flüssigkeiten oder Biomaterialien. Die Dortmunder Elektronspeicherring-Anlage (DELTA) ermöglicht hier Experimente mit Synchrotronstrahlung, einer besonders intensiven Art von Röntgenstrahlung. Tolan ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rats von DESY in Hamburg. Er ist außerdem Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und Mitglied im Lenkungsausschuss des Internetportals "Welt der Physik". Er ist seit 2003 ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften.

Öffentlichkeit

Neben der wissenschaftlichen Arbeit widmet er sich der humoristisch-physikalischen Betrachtung von Fußball, Film und Fernsehen. So hält er zum Beispiel Vorträge zu Themen wie „Die Physik des Fußballspiels“, „Die Physik bei James Bond“, „Die Physik bei Star Trek“ oder "Titanic - Mehr als nur ein Untergang". Dabei untersucht er (als bekennender Trekkie) Erfindungen, Stunts und Filmeffekte auf physikalische Machbarkeit oder präsentiert (als VfB Stuttgart-Fan) eine Formel, die den nächsten Fußballweltmeister vorhersagt. Dies ist so unterhaltsam, dass auch Laien den Vorträgen folgen können. Die Unterhaltungseinlage ist zugleich Werbung für das Fach Physik.

Einer der Vorträge - "Geschüttelt, nicht gerührt!" - James Bond im Visier der Physik - über die physikalischen Hintergründe in James Bond-Filmen wurde am 11. Oktober 2005 im Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn, gefilmt und ist dort als DVD erhältlich. Das Buch "Geschüttelt, nicht gerührt: James Bond und die Physik", das er mit Prof. Stolze und einigen Studierenden im Rahmen eines Seminars geschrieben hat, kam im September 2008 in den Handel.

Zitate

  • „Außerdem hat mir Scotty immer imponiert, der ja meistens alles in 20 Minuten geschafft hat, obwohl er Kirk vorher noch 4 bis 5 Stunden Reparaturzeit angegeben hat.“
  • „Jeder liebt James Bond und keiner liebt die Physik. Und wenn man die beiden Sachen zusammenbringt, dann kriegt die Physik vielleicht auch ein bisschen was ab.“
  • „James Bond ist ein Genießer. Der kommt niemals, in keinem Film, dazu, diesen Martini wirklich auszutrinken. Er kann nur immer einen Schluck nehmen. Und dieser Schluck soll wenigstens gut schmecken.“
  • (Antwort auf Frage eines Zuschauers): „Das ist etwas, was ich eigentlich wissen müsste. Ich habe keine Ahnung.“

 

(Quelle: Wikipedia.de)