Dr. Sigmund Jähn


Dr. Sigmund Jähn
Dr. Sigmund Jähn

Strausberg

Dr. Sigmund Jähn (*1937) ist der erste deutsche Kosmonaut und flog im Jahre 1978 zur Raumstation Saljut 6.
 
Jähn wurde ab 1956 an den Fliegerschulen Bautzen und Kamenz zum Flugzeugführer ausgebildet und leitete im 8. Jagdfliegergeschwader bis 1965 den Bereich Lufttaktik/Luftschießen. Im Anschluss daran studiert er an der Militärakademie der Luftstreitkräfte „J. A. Gagarin“ in Monino und schloss dieses Studium mit dem Diplom eines Militärwissenschaftlers ab. Von 1970 bis 1976 bekleidete Jähn die Funktion eines Inspekteurs für Jagdfliegerausbildung und Flugsicherheit beim stellvertretenden Chef der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA. Im Rahmen des Interkosmos-Programms kamen Oberstleutnant Jähn und vier weitere Kandidaten ab 1976 in die engere Wahl zur Kosmonautenausbildung. Sigmund Jähn und Eberhard Köllner erhielten den Zuschlag. Nach der erfolgreichen Raumfahrtmission Sojus 31 im Jahre 1978 wurde Jähn zum Oberst und stellvertretenden Leiter des Zentrums für Kosmische Ausbildung beim Kommando der LSK/LV ernannt. 1979 wurde er Chef dieses Kommandos und blieb es bis 1990. Am 1. März 1986 rückte Sigmund in den Rang eines Generalmajors auf. Er gehörte am 2. Oktober 1990 zu den letzten Generälen, die aus der NVA entlassen wurden.
 
1983 wurde Jähn am Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam auf dem Gebiet der Fernerkundung der Erde promoviert. Seine Doktorarbeit beruhte unter anderem auf den wissenschaftlichen Ausarbeitungen seines Raumfluges. Seit 1990 ist er im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater für das Astronautenzentrum des DLR und seit 1993 auch für die ESA (European Space Agency) tätig.
 
(Quelle: wikipedia.de)